Nähere Bedingungen

Nähere Bedingungen zur Ausübung des Fischereirechtes
gültig für die Angelreviere in der Nutzung von Moravsky rybarsky svaz, z.s. und seinen Organisationseinheiten vom 1.1.2018

 

Nähere Bedingungen der Ausübung des Fischereirechtes gehen aus den Bestimmungen des Gesetzes Nr. 99/2004 Slg, Verordnung Nr. 197/2004

(in der gültigen Fassung) hervor und beachten gleichzeitig weitere Rechtsvorschriften und wissenschaftliche Erkenntnisse.

Nähere Bedingungen der Ausübung des Fischereirechtes in den Revieren MRS wurden beim VIII. Kongress MRS am 3.10.2015 und durch den Verbandauschuss am 21.09.2017 verhandelt und bewilligt.

 

I.  Schonzeiten der einzelnen Fischarten

vom 1. Januar bis 15. März:

Quappe

 

vom 1. Januar bis 15. Juni:

Rapfen, Zander, Europäischer Wels, Hecht, Flussbarsch

 

vom 1. Januar bis 30. September: Huchen

 

vom 16. März bis 15. Juni:

Aland, Aitel, Störe, Hausen, Nase, Barbe, Barbus petenyi, Rußnase

 

vom 1. September bis 15. April:

Bachforelle

 

vom 1. September bis 30. November:

Flussaal

 

vom 1. Dezember bis 31. Juli:

Europäische Äsche

 

Im Interesse der Schonung vom Karpfen nach dem Aussetzen kann der Zweigverein (weiter nur ZV) ein Fangverbot der Karpfen oder aller Fische in einem ihm anvertrauten Revier, oder in seinem Teil, für die Zeit von max. 10 Tagen im Jahr nach dem Aussetzen festlegen. Dieses Fangverbot muss im Revier sichtbar mit den Tafeln gekennzeichnet werden. ZV kann 5 Tage vor der Abhaltung des Wettkampfes den Fang im Wettkampfbereich verbieten.

 

II.  Tageszeiten des Fischfangs im einem Nichtforellen-Angelrevier sind:

  1. im Monat Januar, Februar, November und Dezember: von 7 bis 18 Uhr
  2. im März: von 5 bis 21 Uhr
  3. im Monat April, September und Oktober: von 6 bis 22 Uhr
  4. im Mai, Juni, Juli und August: von 4 bis 24 Uhr

 

 

 

  • Verbot der Aneigung von Fischen, die die festgelegte Länge nicht erreichen:

 

Schleie (L) 25 cm Hecht (Š) 50 cm
Europäische Äsche (Li) 30 cm Silberkarpfen (Tb) 50 cm
Quappe (Mn) 30 cm Flussaal (Ú) 55 cm
Amurkarpfen (A) 50 cm Nase (Os) 30 cm
Rapfen (Bo) 40 cm Barbe (Pa) 40 cm
Zander (Ca) 45 cm Rußnase (Pod) 25 cm
Huchen (H) 65 cm Regenbogenforelle (Pd) 25 cm
Aitel (Tl) 25 cm Bachforelle (Po) 25 cm
Aland (Je) 25 cm Große Maräne, Peledmaräne (Ma, Pe) 30 cm
Sterlet (J) 30 cm Bachsaibling (Si) 25 cm
Karpfen (K) 40 cm Wels (Su) 70 cm
           

 

 

Die Länge des Fisches wird vom vorderen Kopfende bis zum Ende des hintersten Teiles der Schwanzflosse gemessen, und zwar durch Anlegen des Messstabes zum Fisch, in einer geraden Linie, und nicht im Bogen über den Fisch gemessen.

Unterschiedliche Längen bei einzelnen Arten sind in der Beschreibung der Angelreviere angeführt.

Bei den ausgewählten Angelrevieren kann der obere Maß bei einigen Fischarten festgelegt werden (angeführt immer in der Beschreibung des Reviers). Gefangene

Fische, die den oberen Maß übersteigen, müssen ins Wasser zurückgegeben werden.

 

IV.  Beim Angeln im Angelrevier wird verboten:

  1. explosive, giftige oder betäubende Mittel zu verwenden
  2. Stecher jeder Art, Fangkäfige zu nutzen, das Angeln ohne Angelrute, der Fischfang mit Gabeln oder Gabelstangen, auf Fische zu schießen oder sie zu schlagen, zum Fischfang Legangeln zu legen, Fische mit der Hand oder in Schlingen zu fangen
  3. zum Fischfang Strom zu nutzen, Eisangeln
  4. Angeln von ausgewählten Fischarten während ihrer Schonzeit zwecks Förderung deren Vermehrung
  5. Angeln von ausgewählten Fischarten, die das Mindestmaß nicht erreicht haben, für deren Schutz
  6. Angeln außerhalb der genehmigten Fangstunden im Kalenderjahr zwecks Schutz des Fischbesatzes
  7. Angeln von Fischen mit ständigen Fangeinrichtungen oder Netzen, die in einer geringeren Entfernung als 50 m voneinander angebracht sind, oder Verhinderung des freien Fischaufstieges stromaufwärts und stromabwärts
  8. Angeln aus den Wohnschiffen und Wasserfahrzeugen, die dem öffentlichen Verkehr dienen, sowie aus den speziellen schwimmenden Einrichtungen, die dem Materialtransport dienen
  9. Angeln in Schleusenkammern
  10. Angeln in einer geringeren Entfernung als 100 Metern vom Staudamm
  11. Angeln von Straßen- und Eisenbahnbrücken
  12. Angeln an Stellen, an denen sich die Fische beim außerordentlich niedrigem Wasserstand oder bei schädlicher Verschmutzung des Wassers angesammelt haben, an denen sich die Fische zur Überwinterung oder zum Ablaichen angesammelt haben; verboten ist weiter der Fang vom Fischbrut,

    sofern diese Maßnahme nicht vom Nutzer des Angelreviers zur Rettung der Fische wahrgenommen wird oder dem Transport der Fische in andere Gewässer dient

  13. Angeln mit Hilfe von Fischfallen und Reusen
  14. Angeln an Fischtreppen sowie in einer Entfernung bis 50 m oberhalb oder unterhalb der Fischtreppe, aus beiden Ufern
  15. Errichtung von festen Überdachungen, Ausgrabungen, Blockhütten und anderen Uferausgestaltungen der Angelreviere
  16. Verwendung von doppelten und dreifachen Angelhaken in der Zeit vom 1. 1. bis 15. 6. außer der Angelreviere mit erlaubte Schleppangeln vor dem 15. 6.
  17. Angeln mit lebendigem oder totem Fischlein oder seinem Teil, bis 15. 6.
  18. Fangstellen an der Wasserstelle zu bezeichnen
  19. Angeln aus allen Grundstücken, auf die den zur Ausübung der Fischereirechte berechtigten Personen Zutritt verboten wurde
  20. Ankern (Anbindung) der Schnur zu Teilen des Uferbestandes (Bewachsung, Steine, gefallene Bäume usw.)

 

V.  Angelgeräte, Angelmethoden und Köder:

  1. Grundangeln:

Köder liegt am Grund, wo er mit Belastung angehalten wird. Jede Angelrute können maximal 2 Angelruten, die jede höchstens mit 2 Vorfächern mit einfachen Angelhaken oder mit 1 Vorfach mit 1 Doppelhaken oder 1 Drilling bestückt sind. Zum Angeln kann nur Köder der pflanzlichen oder animalischen Herkunft, der die Wasserqualität nicht gefährdet. Beim Angeln auf einen Köderfisch können auch Mehrhakensysteme mit maximal 3 Angelhaken (Einfach bis Drilling) verwendet werden.

 

2.  Poseangeln:

ist Angeln mit 1-2 Angelruten auf Köder, der in der Bewegung (getragen im Wasserstrom) oder in Ruhe (in stehenden Gewässern) in der beliebigen Höhe der Wassersäule hergehalten werden kann. Die Herhaltung des Köders sichert meistens eine Pose. Die Bewegung des Köders kann durch den Fischer aktiv beeinflusst werden. Die Angelruten können in verschiedenen Haltern platziert werden oder in der Hand gehalten werden. Das Poseangeln kann mit Grundangeln kombiniert werden. Beim Angeln auf einen Köderfisch können auch Mehrhakensysteme mit maximal 3 Angelhaken (Einfach bis Drilling) verwendet werden.

 

3.  Spinnangeln:

ist Angeln mit 1 Angelrute, die beim Angeln in der Hand gehalten wird; eine andere Angel wird nicht ausgelegt. Es beruht in der aktiven Führung des Köders im Wasser. Diese Art ist ausschließlich zum Angeln der Salmoniden und Raubfische bestimmt. Als Spinnangeln wird auch das Angeln mit der künstlichen Fliege betrachtet und zwar in dem Fall, wenn der Köder mit ergänzenden Teilen so ausgestattet ist, dass die Reizwirkung auf den Fisch erhöht wird, z.B. mit einem rotierendem Blechblättchen oder Propeller. Der Spinnköder ist gemäß seiner Konstruktion mit maximal 3 Angelhaken (Einfach-, bis Drilling) ausgestattet.

Beim Angeln kann der Köder nicht hinter einem fahrenden Wasserfahrzeug geschleppt werden. Das Spinnangeln ist vom 16. Juni bis 31. Dezember, außer der Reviere mit erlaubtem Spinnangeln vom 16. April, erlaubt.

 

4.  Schleppangeln:

ist Angeln mit 1 Angelrute, mit einem Köder; eine andere Angel wird nicht ausgelegt. Unter Schleppangeln versteht man schleppen vom Köder hinter einem fahrenden Wasserfahrzeug, in beliebiger Tiefe. Der Köder darf sich maximal in der Entfernung von 20 Metern hinter dem fahrenden Wasserfahrzeug bewegen und darf die Öffentlichkeit nicht gefährden. In den Angelrevieren vom MRS ist das Schleppangeln, mit der Ausnahme der Reviere, wo in der Beschreibung ausdrücklich „Schleppangeln bewilligt“ angeführt, verboten.

 

5.  Angeln mit der künstlichen Fliege:

ist Angeln mit der künstlichen Fliege mit 1 Angelrute, die mit der Fliegenschnur ausgeworfen wird; eine weitere Angelrute darf nicht ausgelegt werden. Die Fliegenschnur kann mit einer Angelschnur ersetzt werden, wo die  Tragfunktion durch eine Wasserkugel, einen Schwimmer oder anderswie sichergestellt wird. Beim Angeln mit

der künstlichen Fliege können maximal drei Anbindungen damit verwendet werden, dass auf jedem nur ein einfacher Angelhaken verwendet wird.  Als künstliche Fliege wird ein Köder betrachtet, der Insekten oder andere Organismen nachahmt. Der Köder darf mit keiner Vorrichtung ausgestattet sein, mit der die Reizwirkung auf den Fisch erhöht wird, z.B. mit einem rotierendem Blechblättchen oder Propeller. Solche Einrichtungen werden für Blinker gehalten. Beim Angeln mit der künstlichen Fliege dürfen keine anderen Angelruten ausgelegt werden.

 

6.  Fliegenfischen:

ist Angeln mit der Fliegenschnur. Die Fliegenschnur kann mit einer Angelschnur ersetzt werden, wo die  Tragfunktion durch eine Wasserkugel, einen Schwimmer oder anderswie sichergestellt wird. Beim Fliegenfischen können maximal zwei Anbindungen damit verwendet werden, dass auf jedem nur ein einfacher Angelhaken verwendet wird. Als Köder können auch lebende oder tote Insekten verwendet werden. Der Köder darf mit keiner Vorrichtung ausgestattet sein, mit der die Reizwirkung auf den Fisch erhöht wird, z.B. mit einem rotierendem Blechblättchen oder Propeller. Solche Einrichtungen werden für Blinker gehalten. Das Fliegenfischen kann nur in den Nicht-Forellenrevieren verwendet werden. Beim Fliegenfischen dürfen keine anderen Angelruten ausgelegt werden.

 

7.  Fischfang der Raubfische:

ist eine Art vom Angeln, die ausschließlich zum Fang der Raubfische bestimmt ist (Hecht, Zander, Wels, Rapfen), z.B. Spinnangeln, Schleppangeln und Angeln mit Ködern, bestimmt klar zu deren Fang, wie z.B. Spinnangeln und Köder, die man zum Spinnangeln verwendet, mehrfache Haken, Würmerpuppe auf größeren Haken und Köderfisch. Als Köderfische können Fische verwendet werden, deren Fang im Revier nicht mit dem Mindestmaß bedingt ist. Fische, deren Fang mit dem Mindestmaß bedingt ist, können als Köderfische nur dann verwendet werden, wenn sie den Mindestmaß erreicht haben. Als Köderfisch dürfen keine Fische verwendet werden, die nach dem Gesetz über Naturschutz geschützt sind, Salmoniden, Flussaal und die Arten, die zu der Zeit, zu der sie als Köderfisch verwendet werden, geschont werden. Bei der Verwendung der Köderfische, deren Fang im Revier mit der Mindestlänge bedingt ist, muss der Fischer ihren Erwerb nachweisen (durch Eintragung in der Angelkarte oder mit einem Verkaufsbeleg).

 

8.  Angeln aus den Booten:

wird aus einem Fischerfahrzeug, oder aus dem schwimmenden aufblasbaren Angelhilfsmittel, das zum Angeln bestimmt ist, durchgeführt. Beim Angeln muss die das Angeln durchführende Person die Schifffahrtsvorschriften und Vorschriften, die die Verwendung der schwimmenden Einrichtungen regulieren, einhalten. Beim Angeln aus dem Boot muss die Fahrt und Landung der Boote so durchgeführt werden, damit es die am Ufer angelnde Personen nicht unnötig stört. In den Angelrevieren vom MRS ist das Angeln aus einem Boot, mit der Ausnahme der Reviere, wo in der Beschreibung ausdrücklich „Angeln aus dem Boot,“ angeführt ist, verboten. Beim Angeln darf keine andere Angelrute außerhalb des Bootes ausgelegt werden. Für Angeln aus dem Boot wird nicht das Angeln aus dem Boot, das auf das natürliche Ufer hinaufgezogen wird, gehalten.

 

9.  Fischfang der Köderfische in die Köderfischsenke:

  1. ist in der Zeit vom 16. Juni bis 31. Dezember erlaubt. Der Betreiber des Angelreviers kann Plätze definieren, wo der Fang mit den Köderfischsenken bewilligt ist. Verbot des Fangs mit der Köderfischsenke ist in der Revierbeschreibung ausdrücklich angeführt.
  2. Köderfische, deren Fang nicht mit Mindestmaß bedingt ist (Gründling, Ukelei, Kaulbarsch, Flussbarsch, Moderlischen usw.) können mit den Handsenken mit einem waagrechten Netz, mit einer maximalen Fläche des Netzes von 1 m, gefangen werden. Sonstige Fischarten dürfen nicht auf diese Art und Weise gefangen werden.
  3. Beim Fang mit einer Köderfischsenke dürfen keine Angelruten ausgelegt werden.
  4. Jugend bis 15 Jahre einschließlich kann nicht Köderfische in die Köderfischsenke fangen.

 

10.  Angeln auf Boje:

ist Fang der Raubfische mit Hilfe einer erlaubten schwimmenden Einrichtung (sog. Boje). Zweck der Boje ist den Köder in der gewählten Tiefe zu halten.

 

Beim Angeln kann eine Boje oder Boje mit einer Hilfsboje verwendet werden, wobei keine von denen die Maße 15x15x30 cm übersteigen darf. Die Verbindung der Boje mit der Hilfsboje muss sich nach dem Biss und dem nachfolgenden Drill lösen und das so, dass die Hilfsboje nicht mehr Bestandteil der Angelrute ist.  Nach dem Angeln muss die Hilfsboje aus dem Wasser entfernt werden.

Wenn zwei Bojen verwendet werden, die durch einen Verbindungsteil fest verbunden sind, darf keine von diesen die Abmessungen von 10×10×10 cm überschreiten. Ihre gegenseitige Verbindung darf höchstens bis 150 cm lang sein.

Als Boje dürfen nicht unbearbeitetes Polystyrol und unbearbeitete Kunststoffe (einschließlich PET-Flaschen) verwendet werden.

 

11.  Allgemeine Regel beim Angeln:

alle Fischereiarten müssen so durchgeführt werden, damit sie andere Benützer

des Wasserlaufs oder Wasserspeichers nicht gefährden oder beschränken.

 

VI.  Pflichtausstattung:

Der Berechtigte zum Angeln in den Nicht-Forellengewässern muss bei sich einen gültigen Angelschein und Angelkarte, Nähere Bedingungen zur Ausübung des Fischereirechtes und Mitgliedsausweis (wenn er Mitglied von MRS oder CRS ist) haben.

Der Berechtigte zum Angeln muss beim Angeln einen Hakenlöser (z.B. Pean, Pinsette, Zangen) und ein Messband für das Messen der Länge der Fische bei sich haben.

 

VII.  Besuch beim Wasser, Anzahl und Menge der Fänge und deren Evidenz:

  1. Vor dem Angeln ist der Fischer verpflichtet in die Angelkarte unlöschbar – Evidenz der Besuche und Fänge (weiter nur Angelkarte) Datum, Angelrevier eintragen. Angeln ohne diese Eintragungen wird als Angeln ohne Angelkarte betrachtet.

 

  1. In einem Nicht-Forellenangelrevier kann ein Fischer, an einem Tag, auch wenn er in mehreren Angelrevieren angelt, maximal 7 kg aller Fischarten nehmen. Wenn es zur Überschreitung dieses Limits mit dem letzten gefangenen Fisch kommt, kann man auch diesen Fisch nehmen. In diesem Fang dürfen nur 2 Stücke der angeführten Fische sein: Hecht, Zander, Wels, Amurkarpfen, Rapfen oder ihre Kombination sein. Fang der Karpfen ist auf 1 Stück am Tag beschränkt (möglich ist Kombination mit 1 Stück aus den oben angeführten Fischarten). Nach der Abfischung und Zueignung von 2 Stücken der angeführten Fische oder 1 Stückes der Karpfens mit einem Stücke des angeführten Fisches, endet das Angeln an dem Tag, auch wenn dieses den maximal erlaubten Gewicht des täglichen Gesamtfanges von 7 kg nicht erreicht. Der Fang vom Schlei ist mit 3 Stücken am Tag beschränkt. Wenn vom Fischer ein Fisch zugeeignet wurde, mit dem das Gesamtgewicht des Fangs 7 kg überschritten hat, endet durch seine Zueignung an dem Tag das Angeln.

 

  1. Wenn sich im Nicht-Forellengewässer auch Salmoniden und Äsche befinden, kann sich der Fischer nur 3 Stücke der Salmoniden einschließlich der Äsche oder deren Kombination zueignen. Nach der Abfischung und Zueignung von 3 Salmoniden einschließlich der Äsche, endet das Angeln an dem Tag, auch wenn dieses das maximal erlaubte Gewicht des täglichen Gesamtfanges von 7 kg nicht erreicht.

Große Maräne und Peledmaräne werden in den Fängen nicht als Salmoniden betrachtet.

 

  1. Die zugeeigneten Fische trägt der Fischer unlöschbar in die Angelkarte, in der die Fischart, Länge und Gewicht angeführt wird, ein. Die zugeeigneten Fischarten, die die festgelegte Mindestlänge haben, trägt der Fischer unmittelbar nach dem Ausfischen ein. Das Gewicht wird nach der Beendigung des Angelns, spätestens beim nächsten Angeltag, eingetragen. Die zugeeigneten Fische, die die festgelegte Mindestlänge nicht haben, trägt der Fischer unmittelbar nach dem Ausfischen nur die Fischart ein. Die Anzahl und das Gewicht wird nach der Beendigung des Angelns, spätestens beim nächsten Angeltag, eingetragen.

Wenn der Berechtigte im jeweiligen Angelrevier, an dem jeweiligen Kalendertag keinen gefangenen Fisch behält, ist er verpflichtet mit einer Horizontale, unlöschbar, in der Angelkarte die jeweilige Zeile, spätestens vor der Aufnahme des Angelns in einem anderen Angelrevier oder am nächsten Tag, durchzustreichen.

 

VIII.  Einführen der Köder:

In den Angelrevieren, in denen das Einführen der Köder verboten ist, ist es möglich den Köder an den Angelplatz nur mit der Angelrute werfen.

 

IX.  Betreten von Grundstücken:

Der Nutzer eines Angelreviers, Fischereiwirtschaftler und sein Vertreter, der Halter einer Angelkarte und die Fischereiaufsicht können bei der Ausübung des Fischereirechtes Ufergrundstücke betreten, sofern der Zutritt nicht aufgrund des allgemeinen Interesses verboten ist. Bei verursachtem Schaden sind sie zum Schadenersatz verpflichtet (§ 11 Abs. 8 Ges. 99/2004 Slg.).

 

X.  Fischerei der Jugend:

Jugend bis 15 Jahre einschließlich kann in den Nicht-Forellengewässern mit 1 Angelrute fischen. Jugend bis 15 Jahre einschließlich kann nicht

mit Köderfischen und ihren Teilen fischen, und kann nicht Köderfische in die Senknetz fangen. Schleppangeln ist nur mit einem künstlichen Köder erlaubt. Erwachsene Fischer, Besitzer einer Angelkarte und eines Angelscheines können im Rahmen ihrer Berechtigung individuellen praktischen Unterricht der Fischerei der Jugend bis 8 Jahre durchführen.

 

XI.  Erlaubte technische Mittel bei der Fischerei:

Erlaubte technische Mittel bei der Fischerei sind: Locken, Fischerboote, schwimmende aufblasbare Fischereimittel zum Fischen, Echolot, Kescher, Angelrute, Kescher, Hackenlöser, Maßstab, Ständer für Angelruten, Bissanzeiger, Schwimmer und Gewichte.

 

XII.  Verhalten beim Angeln:

  1. Beim Grundangeln und Posenangeln oder beim Fischen der Köderfische mit Senknetz ist es notwendig, dass die Fischer einen Abstand von mindestens 3 m haben, beim Spinnangeln oder mit der künstlichen Fliege muss zwischen den Fischern ein Abstand von mindestens 20 m, wenn sie keinen kleineren Abstand vereinbaren, eingehalten werden. Die Angelplätze dürfen auf keine Art und Weise eingeschränkt werden. Als unberechtigte Reservierung eines Angelplatzes wird auch das Überlassen der Angelgeräte und deren Teile (z.B. Gabel) auf dem Angelplatz nach der Beendigung der Fischerei am Angeltag verstanden.

Begriffsbestimmung:

  1. Der Angelort ist die Stelle, wo sich der Köder im Wasser befindet
  2. Der Angelplatz ist die Stelle, von wo der Fischer die Fischerei durchführt

 

  1. Grund-, Posenangeln und mit Senknetz kann nur unter der Voraussetzung durchgeführt werden, dass der Fischer bei den Angelruten, so dass er mit ihnen manipulieren kann, anwesend ist. Es darf kein System des Selbsthiebes verwendet werden.

 

  1. Beim Angeln mit zwei Angelruten ist der Fischer verpflichtet die Entfernung zwischen den einzelnen Ruten auf max. 3 Meter zu beschränken. Im Umkreis von 3 Metern von den Angelruten muss durch den Fischer Ordnung erhalten werden.

 

XIII.   Aufbewahrung der gefangenen Fische:

Falls der Fischer die gefangenen Fische zu hältern beabsichtigt, muss er über einen eigenen Setzkescher mit Ringen verfügen oder so eine Einrichtung haben, die dem Fisch mindestens eine minimale Bewegungsfreiheit sichert (Hälter, mit einem Netz überzogene Konstruktion, etc.). Gleichzeitig wird ein Sack aus einflächigem Polyester-Kettgeflecht bewilligt.

Wenn Fische auch nach beendetem Angeln in einem Setzkescher oder einer entsprechenden anderen Einrichtung gehältert werden sollen, hat der Fischer den Setzkescher oder die entsprechende Einrichtung zum Hältern der Fische mit seinem Namensschild, mit der Nummer der Angelkarte und dessen Aussteller zu versehen.

Verboten ist, die Fische durch die Kiemendeckel oder auf eine andere rücksichtslose Art zu befestigen, bzw. die Fische ohne Tötung

umstehen zu lassen. Ein im Setzkescher befindlicher Fisch wird als behalten betrachtet.

Das Verwenden von gemeinsamen Setzkeschern für das Hältern von Fischen ist verboten. Es ist auch nicht erlaubt einen Fisch direkt beim Wasser zu schenken.

Aufbewahrung der lebenden Salmoniden und Äsche ist verboten.

 

XIV.  Umgang mit gefangenen Fischen

Beim Landen der gefangenen Fische ist der Fischer verpflichtet, die Fische schonend zu behandeln. Falls die Fische (hinsichtlich des Gewichtes) mit der Angelrute nicht aus dem Wasser gezogen werden können, muss ein Kescher verwendet werden. Beim Ausfischen der Fische mit großem Gewicht kann ein Haken zum Ausfischen (GAP) verwendet werden. Fische, die den festgelegten Maß nicht erreichen, müssen ins Wasser zurückgegeben werden. Falls sich der Angelhaken tief im Schlund befindet, soll das Vorfach mit dem Angelhaken abgeschnitten werden. Falls der Berechtigte Fischer die Fische ohne Beschädigung die gefangenen Fische nicht lebendig aufbewahrt werden können, ist er verpflichtet sie durch einen starken Schlag mit einem stumpfen Gegenstand auf die Schädeldecke und die nachfolgende Trennung der Kiemen töten. Als grobe Verletzung dieser Bestimmung wird betrachtet, wenn die Fische ans Ufer gezogen oder nicht schonend ins Wasser zurückgesetzt werden. Zerkleinern der behaltenen Fische vor dem Verlassen des Wassers ist verboten. Die Behaltenen Fische müssen so aufbewahrt werden, dass ihr Fleisch nicht abgewertet wird und dass die Kontrolle des Fangs möglich ist. Gefundene abgestorbene Fische, die der Fischer in seiner Reichweite hat, ist er verpflichtet herauszufischen und so die Möglichkeit der Wasserentwertung und Verbreitung der Infizierung zu beseitigen.

 

XV. Fänge der markierten Fische:

  1. Falls der berechtigte Fischer einen Fisch fängt, der markiert ist und der ins Wasser zurückgegeben werden muss, weil er geschont ist oder den Mindestmaß nicht erreicht, wird er die Nummer und Form der Markierung aufzeichnen, Länge messen, das ungefähren Gewicht schätzen und ihn vorsichtig zurück ins Wasser hineinlassen. Den Fang wird er beim Moravský rybářský svaz, z.s., Soběšická 1325/83, 614 00 Brno melden und in der Meldung wird er die Zeit und Ort, wo er den Fisch gefangen hat anführen.

 

  1. Falls der berechtigte Fischer einen Fisch fängt, der markiert ist und den er nicht ins Wasser zurückgeben muss, wird er die Fischart und die Größe und Gewicht ermitteln. Den Fang wird er auf der im vorherigen Absatz angeführte Adresse melden und in der Meldung die Zeit und den Ort, wo er den Fisch gefangen hat, anführen. Für die Kontrolle wird er die Markierung beilegen.
  2. Vollständige Meldungen der Fänge der markierten Fische werden jedes Jahr im Dezember verlost und die Gewinner werden mit sachlichen Preisen entlohnt.

 

XVI. Fischereiwettbewerb

Falls ZV Fischereiwettbewerbe auf den Gewässern, die das Angelrevier bilden veranstaltet, kann die Teilnahme nur den Personen ermöglicht werden, die eine gültige Angelkarte und einen gültigen Angelschein besitzen, ermöglicht werden. Die Fischereiwettbewerbe im ZV verlaufen nach einzelnen Bestimmungen der Ausübung der Fischereirechte in den MRS Revieren. Diese Bestimmungen gelten nicht, wenn im Zusammenhang mit der Veranstaltung dieses Wettbewerbes eine Ausnahme erteilt wurde.